Am vergangenen Samstag, den 09. Januar 2016, wurden in der Hans-Schelter-Turnhalle die Vereinsmeisterschaften der Herren ausgetragen. Mit 17 Teilnehmern war die Beteiligung so hoch wie lange nicht mehr. Die erste Mannschaft war komplett vertreten, und auch die beiden stärksten Spieler der Zweiten waren mit von der Partie.

Im Einzelwettbewerb wurde zunächst in vier Gruppen „Jeder gegen Jeden“ gespielt; die beiden Gruppenersten qualifizierten sich dann für die KO-Runde. Erstmals wurde frei ausgelost, d. h. es wurde auf das Setzen der stärkeren Spieler verzichtet, weil man sich dadurch mehr Spannung versprach und auch schwächeren Spielern eine Chance geben wollte. Bei der Auslosung trat das ein, was viele befürchtet hatten: In die einzige Fünfergruppe wurden vier Spieler der 1. Mannschaft und die Nr. 1 der zweiten Mannschaft gelost. Zudem mussten auch die beiden anderen Spieler der Ersten zusammen in einer Gruppe spielen. Damit stand von vornherein fest, dass mindestens zwei Spieler der ersten Mannschaft nach der Gruppenphase ausscheiden mussten, andererseits aber mindestens drei Spieler der 3. Mannschaft sich für die Runde der letzten Acht qualifizieren würden. Bei dieser Konstellation war es verständlich, dass einige Akteure der Ersten „not amused“ waren.

Die Gruppenspiele brachten keine großen Überraschungen, außer vielleicht dass Klaus Schwarzmeier gegen Vadim Fiks und Ralf Schäfer gewann und sich für das Viertelfinale qualifizierte. Hart umkämpft war natürlich die „Todesgruppe“ B, in der es viele äußerst knappe und hochklassige Spiele gab. Es ergaben sich folgende Platzierungen:

Gruppe A: 1. Patrick Pauling, 2. Ilin Pylypiw, 3. Johannes Zahn, 4. Benny Heidrich

Gruppe B: 1. Andreas Kopp, 2. Roland Riedl, 3. Jedinko Miletic, 4. Markus Rosner, 5. Mario Hartwich

Gruppe C: 1. Kristoffer Schmidt, 2. Klaus Schwarzmeier, 3. Vadim Fiks, 4. Ralf Schäfer

Gruppe D: 1. Ryszard Bylinski, 2. Friedhelm Uffmann, 3. Jonas Tran, 4. Daniel Roth

Im Viertelfinale traf es sich unglücklicherweise, dass die Nr. 1 bis 4 der ersten Mannschaft aufeinander trafen. Patrick Pauling behauptete sich knapp in 5 Sätzen gegen Roland Riedl, und Andreas Kopp siegte mit 3:1 gegen Ilin Pylypiw. Außerdem gewannen Kristoffer Schmidt gegen Friedhelm Uffmann sowie Ryszard Bylinski gegen Klaus Schwarzmeier jeweils mit 3:1. Im Halbfinale gab es dann zwei klare 3:0-Siege von Patrick Pauling gegen Kristoffer Schmidt und von Andreas Kopp gegen Ryszard Bylinski. Somit standen sich die beiden derzeit eindeutig stärksten TB-Spieler im Endspiel gegenüber. Nach spannendem Verlauf und spektakulären Ballwechseln gewann Andreas Kopp mit 3:2 gegen den Titelverteidiger Patrick Pauling und sicherte sich nach 2013 zum zweiten Mal den Vereinsmeistertitel.

Die Doppelkonkurrenz wurde in zwei Vierergruppen ebenfalls „Jeder gegen Jeden“ ausgetragen, wobei die Paarungen wieder frei ausgelost wurden. Es ergaben sich in beiden Gruppen jeweils drei annähernd gleich starke Doppel, so dass es bereits in der Vorrunde sehr gute und spannende Spiele zu sehen gab. In beiden Gruppen kamen jeweils drei Doppel auf zwei Siege und eine Niederlage, so dass das Satzverhältnis über die Reihenfolge entscheiden musste.

In Gruppe A erreichten Miletic/Fiks und Kopp/Uffmann das Halbfinale vor dem punktgleichen Doppel Pauling/Bylinski sowie Zahn/Roth (0:3 Siege). In der Gruppe B wurden Riedl/Heidrich Erster vor Schmidt/Rosner und Pylypiw/Schäfer (alle 2:1), während das Doppel Hartwich/Tran ohne Sieg blieb.

Im Halbfinale bezwangen Kristoffer Schmidt und Markus Rosner das Doppel Jedinko Miletic/Vadim Fiks knapp in 5 Sätzen, und Roland Riedl/Benny Heidrich setzten sich mit 3:1 gegen Andreas Kopp/Friedhelm Uffmann durch. Im Duell um die Plätze 3 und 4 revanchierten sich Kopp/Uffmann gegen Miletic/Fiks mit einem Fünfsatzsieg für ihre Vorrundenniederlage. Spannend verlief auch das Finale, in dem Kristoffer Schmidt/Markus Rosner wiederum mit 3:2 gegen Roland Riedl/Benny Heidrich siegten und sich den Vereinsmeistertitel holten.